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   Die Lady Godiva - Story

Seit 1994 existiert Lady Godiva nun. Und seit dieser Zeit ist viel passiert im schönen Sauerland. Mehr als 100 Konzerte liegen mittlerweile hinter uns, große und kleine Festivals führten uns quer durch die Republik und ins benachbarte Ausland, duzende Radiointerviews wurden (u.a. auch in Finnland/ Radio Helsinki ) gegeben und bisher 2 Longplayer sehr erfolgreich unter die Leute gebracht. Aber wie fing alles an. Für diejenigen die nicht dabei waren hier die Geschichte von Lady Godiva.

Bereits in den 80´Jahren nervte Thomas (Tommy MacRünker) ständig auf diversen Kellerbarpartys herum. Ständig wollte er Titel einer Band namens The Pogues (natürlich auch unsere Heroes) auf die Plattenteller schmeißen. Auf Grund der damals angesagten U2, Depeche Mode und Simple Minds-Welle wurden Thomas Musikwünsche aber gänzlich ignoriert. Ganz zu schweigen von seinem größten Wunsch, eine eigene Irish-Folk-Band zu gründen. Doch wer den Rünker kennt, der weiß das er doch sehr penetrant sein kann, und so kam der Tag an dem einige Leute schließlich so dermaßen genervt waren, dass sie sagten: OK wir machen es!

Dieser besagte Tag war im März 1994. Auf der Geburtstagsparty von Andreas wurde Lady Godiva gegründet. Keiner konnte ein Instrument spielen, geschweige denn singen. Lady Godiva war und ist bis heute eine Schnapsidee. Dennoch mussten wir uns kurzfristig entscheiden wie dieses Projekt konkrete Formen annehmen sollte. Es wurde folgendes beschlossen: Wir brauchen zunächst Mal einen guten Bandnamen. Der Plattenschrank von Andreas Bruder wurde aufgemacht, eine gute alte Vinyl-Scheibe von Velvet Underground kam zum Vorschein, und auf dieser Platte befand sich das Lied Lady Godiva Operation. Das Operation wurde weggelassen und die Band hatte einen Namen. Nun zum schwierigeren Teil: Andreas sollte singen (er hatte schließlich schon Erfahrung als Laienschauspieler), Thomas konnte Tin-Whistle spielen (learning by doing als alter Pogues-Fan und Mitglied in der Blasmusik) -das war's dann aber auch. Na gut, da gab es noch Christian, der konnte Keyboard spielen. Da es in der Irischen Folklore aber nun mal keine Keyboards gibt wurde er kurzerhand zum Akkordeon-Spieler ernannt. Ingo - er weilte derweil noch in Brasilien - hatte bereits in einer Local-hero-Band Gitarre gespielt und wurde kurzerhand und ohne sein Wissen der neue Gitarrist der Band. Carlo wollte auch gerne dabei sein, konnte aber kein Instrument (außer Tenorhorn). Da es sowieso noch keinen Bassisten gab, lernte Carlo kurzerhand Bass. Es fehlte jedoch noch ein Schlagzeuger. Andreas kannte einen Arbeitskollegen der jemand kannte, der ein Schlagzeug besaß. Also wurde Thorsten zum Proben eingeladen. Lars war dann auch zufällig bei dieser Probe und bekam eine Gitarre um den Hals gehängt. Die besagte Probe fand irgendwann Anfang Mai 94 bei Christian in der Kellerbar statt und war grausam. (Ein Tape hiervon existiert tatsächlich immer noch). Wir vergewaltigten also Whisky in the Jar und Dirty Old Town und erfuhren, dass wir in 4 Wochen auf dem lokalen Pfarrfest spielen sollten. Also trafen wir uns fleißig 2-3 mal pro Woche, und stellten ein Set von 6 Liedern zusammen. Das Pfarrfest war ein voller Erfolg und von da an kamen wir aus dieser Nummer nicht wieder raus.

Wir spielten 94 noch eine Handvoll erfolgreiche Gigs (Toni Strapazoni - unserem ersten Manager sei Dank) im lokalen Raum bevor wir uns mit Yvonne weibliche Verstärkung an der Geige ins Boot holten. Noch ohne Yvonne und wie die Jungfrau zum Kind kamen wir mit unseren 3 ersten eigenen Songs auf den Sampler "Without help". Aufgenommen wurde in Rudis Kartoffelkeller-Studio und abgemischt mit einem Super 8 Spur-Gerät (oder waren es doch mehr?) Das waren noch Zeiten. Hört es Euch an.

Der erste Auftritt mit den Whisky Priests im April 95 war dann ein weiterer entscheidender Punkt in unserem jungen Musikerleben. Der Sound wurde punkiger, eigene Lieder wurden geschrieben, Stormy kam als Mischer und Techniker hinzu (der Glücksfall für die Band schlechthin), eine Menge Konzerte und Festivals wurden gespielt und schließlich im Mai 96 die erste CD "Whsiky your'e the devil" aufgenommen. Die Aufnahmen waren eine echtes Abenteuer und wirklich alles andere als professionell. Trotzdem waren wir alle sehr Stolz und glücklich einen eigenen Tonträger in den Händen zu halten. Die CD-Präsentationsparty im Zero war ein absoluter Erfolg, und trotz des "Skandalcovers" verkauften wir innerhalb weniger Wochen die komplette Erstauflage. Mit großem Stolz konnten wir sogar die Kult-Band des Sauerlandes Collaps goes Western nach vielen Jahren Bühnenabstinenz als Support-Act gewinnen. Nach unserem erfolgreichen Gastspiel beim Schall und Rausch-Festival zogen wir eine weiteres Glückslos: den Musik-Guru im Sauerland schlechthin. Mit an Bord seit 1996 also: Kentop Deimel als Manager. Der Franz Beckenbauer der Sauerländer Musikszene brachte einen neuen "professionellen" Wind in die Band was sich vor allem auf den Terminkalender auswirkte.

Das Jahr 1997 bestand aus einer Menge Gigs und viel Spaß. Viele Konzerte und eine Menge toller Festivals wurden gespielt und schließlich wurde Ende 97 mit den Aufnahmen zur neuen CD "Tales of Kings and Boozers" begonnen. Wieder mit Michael Schwarzer als Mann an den Reglern wurde das Ganze doch schon professioneller. Trotzdem ist und war die CD immer noch nicht das, was Lady Godiva eigentlich Live sind. Trotzdem waren wir mit dem Ergebnis im Endeffekt sehr zufrieden. Und die CD wurde auch von den Kritikern sehr positiv aufgenommen und die Band bekam plötzlich anfragen aus allen Ecken der Welt (Internet macht's möglich). Die CD-Release Party war ein absolutes Highlight, und wir erinnern uns gern an den absolut phantastische Support der "Real Leningrad Cowboys".

1998 war eines der aufregendsten Jahre der Band. Mit der neuen CD im Gepäck traten wir auf Festivals wie Sound of Frankfurt, Duisburger Folkfest, Force Attack-Festival und dem Waldheim Open-Air auf. Das brachte Lady Godiva in eine ganz neue Dimension (Bühnen-, Entfernungs,-Besucher,- Gagen(?)-und Hotel- technisch gesehen). Es ist schon schön wie ein VIP behandelt zu werden, obwohl man "voms Dorf kommt.". Dennoch: Auch Scooter essen Cornflakes zum Frühstück.

1999 schließlich war wieder ein Jahr voller toller Gigs und Festivals. Einen Tour-Bericht gibt es im Tour-Tagebuch. Nur soviel: es war das aufregendste Jahr von Lady Godiva. Viele geniale Konzerte und geile Festivals. Wir haben 1999 viele alte Freunde getroffen und viele neue Freunde dazu gewonnen. Wir konnten mit Größen des Showgeschäftes zusammen spielen: Xavier Naidoo, Paddy goes.., City, Knorkator, The Sweet und vielen anderen. Vor allem aber, haben wir wieder mit unseren alten Weggefährten den Whisky Priests ein paar Gigs gespielt. Die Jungs sind einfach einzigartig, und wir hoffen in Zukunft weitere tolle Partys mit den Miller-Zwillingen feiern zu können. Am Ende des Jahres trennten sich die Wege von uns und Yvonne und Lars.

2000 - mit veränderter Besetzung gingen wir ins neue Jahrtausend. Als neuer Mann an der Gitarre kam Jan Beckmann in die Band und wir waren uns sicher, das Jan perfekt in die Band paßte.

Und dieser Eindruck hat sich bestätigt, denn mit Jan ging´s rund und wir hatten seit langen wieder richtig Spaß zusammen. Wir spielten im Jahr 2000 zwar nicht ganz so Hammer-Konzerte wie im Vorjahr, doch trotzdem ging in der Open-Air- Saison die Post ab, und so ein geniales Konzert wie in Zentendorf haben wir bis dato auch noch nicht erlebt. Im Jahr 2000 hatten wir auch endlich wieder den Kopf frei für neue Ideen und schrieben entsprechend viele Songs. Daher war das Material für eine neue CD auch kein Problem, und da wir das beste Studio mit dem bestem Produzenten direkt vor der Haustür haben, mieteten wir uns Ende 2000 für ein paar Wochen im "Ton" bei Martin Meinschäfer ein. Parallel dazu nahmen wir im Proberaum eine Cover-Version für ein Weihnachtsspecial unseres "Internet-Labels" peoplesound.de auf, bei dem wir seit Juli 2000 untergekommen sind. Die Resonanz auf dieses Lied war ein echter Hammer. Wir standen vom ersten bis zum letzten Tag auf Platz 1 der "Weihnachtscharts" und drei Monate später enterten wir mit dem gleichen Lied noch mal die Spitze der "Folk-Charts"

Das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Martin Meinschäfer gab es dann ab April 2001 zu kaufen: Red letter day. Die bis dato beste CD mit der wir noch einen ganzen Schritt nach vorne gemacht haben. In dem Jahr staden auch wieder Veränderungen bei Lady Godiva an, die wir wenn auch mit einigen Tränen in den Augen, durch "junges, frisches Blut" ersetzt haben. So hatte Jan am 30.04.2001 sein vielumjubeltes Abschiedskonzert auf der CD-Release-Party von Red Letter day. Jan wurde ersetzt durch Michael Schweineberg, der seitdem mit seiner extrem auffälligen Gitarre für Druck sorgt. Und nach 7 Jahren und vielen schönen Konzerten hat uns auch Carlo im Juni 2001 verlassen, um sich ganz auf seine berufliche Karierre zu konzentrieren. Mit Lars Schneider ging also ab Juni der neue Bassmann mit auf Reisen und wir sind überzeugt, auch mit den beiden neuen Leuten viel Spaß auf und hinter der Bühne zu haben. Ein Blick auf den Tourplan zeigte, daß auch 2003 wieder viele Highlights für uns dabei waren. Im Sommer 2003 wurde dann auch die 4 CD "Zooperation" wieder beim Gitarrengott und Spitzenproduzent Martin Mainschäfer aufgenommen, mit der wird dann ende des Jahres eine Plattendeal bei ZYX-Music bekamen.